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Ad-hoc | 31.03.2008 Erstes Geschäftsjahr nach strategischer Neuausrichtung
Deutlich gestiegene Ertragskraft bestätigt das neue Geschäftsmodel
Umsatz beinahe verdoppelt: +92,6% auf TEUR 151.6451 – EBIT fast vervierfacht: +279,0% auf TEUR 8.031 – EBT verneunfacht: +822,3% auf TEUR 2.804 – 2008: Konsequente Fortsetzung der Akquisitionsstrategie in den drei Industriesegmenten – Umsatzziel 2008: zirka EUR 200 Mio.
St. Marien/Wien, 31. März 2008. Bereits das erste Jahr der strategischen Neuausrichtung der HTI Gruppe –neben dem „Stammsegment“ Kunststoffverarbeitung wurden die Industriesegmente „Metallverarbeitung“ und „Maschinenbau“ sowie das Segment „Sonstige Beteiligungen“ gegründet – brachte die erwartete deutlich höhere Profitabilität. Die im Prime Market der Wiener Börse notierte HTI High Tech Industries AG konnte nahezu eine Verdoppelung des Umsatzes (TEUR 151.645) bei einem überproportionalen Anstieg der Ertragskraft erreichen, obwohl beide neuen Industriesegmente erst ab 1. Februar 2007 und damit nur elf Monate konsolidiert wurden. Der Vergleich mit dem Geschäftsjahr 2006 beweist die Schlüssigkeit des neuen Geschäftsmodells.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verdoppelte sich von TEUR 8.794 in 2006 auf TEUR 17.736 (+101,7%). Die EBITDA-Marge erhöhte sich auf 11,7%. Beim EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) konnte fast eine Vervierfachung verzeichnet werden: Es erhöhte sich um 279,0% auf TEUR 8.031. Somit wurde die vom Management für das Gesamtjahr 2007 angepeilte Zielmarge (4,5% - 4,7%) mit 5,3% deutlich übertroffen. Die stärkere Ertragskraft der HTI AG zeigt sich besonders beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT). Hier kam es zu einer Verneunfachung (+822,3%) von TEUR 304 auf TEUR 2.804. Entsprechend positiv entwickelte sich die EBT-Marge von 0,4% im Jahr 2006 auf 1,8% im Berichtsjahr. Das Konzernergebnis betrug TEUR 2.802 (2006: TEUR 111).
Der Cash Flow aus dem Ergebnis erhöhte sich um 64,1% von TEUR 7.102 auf TEUR 11.653. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fiel mit TEUR 4.630 für 2007 im Vergleich zum Vorjahr (2006: TEUR -88) deutlich positiv aus. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit hat sich von TEUR -12.355 auf TEUR -35.069 nahezu verdreifacht – eine Folge der im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen und Investitionen an den Standorten St. Marien und Vráble. Im Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit, der von TEUR 12.959 auf TEUR 41.767 stieg, ist die im Juni 2007 begebene Unternehmensanleihe (Nominale TEUR 20.000) enthalten.
Segmentbericht
Im Segment Metallverarbeitung wurden die für das Geschäftsjahr 2007 angepeilten Segmentziele erreicht: Mit einem Umsatzerlös von TEUR 60.532 wurde ein Segment-EBITDA von TEUR 6.187, ein Segment-EBIT von TEUR 4.345 und ein Segment-EBT von TEUR 2.889 erreicht. Das entspricht folgenden Ertragsmargen: EBITDA-Marge: 10,2%, EBIT-Marge: 7,2% und EBT-Marge: 4,8%. Das Management erwartet sich künftig durch die Standortkonzentration und die daraus resultierende Effizienzsteigerung der Produktions- und Organisationsabläufe deutlich höhere Margen trotz anhaltend herausfordernder Rahmenbedingungen.
Die Geschäftsentwicklung im Segment Kunststoffverarbeitung (gebildet aus dem operativen Geschäft der HTP AG vor ihrer Umwandlung in die HTI AG) blieb unter den Erwartungen. Steigende Materialpreise und zunehmender Kostendruck seitens der Abnehmer aus der Automobilindustrie sowie die zeitliche Verlagerung beträchtlicher Umsätze im Teilbereich Aircraft vom Berichtsjahr auf das laufende Geschäftsjahr 2008 wirkten sich belastend auf den Segmentertrag aus. Hinzu kam die margenbedingte Stornierung eines Großauftrags durch die HTI in einem in Deutschland beheimateten HTP-Tochterunternehmen. Folglich verringerte sich im Berichtsjahr das Segment-EBITDA um 12,0% auf TEUR 7.735, das Segment-EBIT ging von TEUR 2.119 auf TEUR 835 zurück. Obwohl sich im Jahresvergleich das Segment-Finanzergebnis leicht auf TEUR -1.489 (2006: TEUR -1.815) verbesserte, drehte das Segment-EBT von TEUR 304 in 2006 auf TEUR -654 in den negativen Bereich. Der Segmentumsatz verringerte sich von TEUR 78.725 auf TEUR 71.137.
Allerdings verzeichnet die HTI seit der Fertigstellung des im slowakischen Automobil-Cluster gelegenen Produktionsstandortes Vráble einen alle Erwartungen übertreffenden Auftragseingang, sodass hier im laufenden Geschäftsjahr 2008 deutlich positive Umsatz- und Ertragsbeiträge zu erwarten sind.
Das Segment Maschinenbau ist das ertragsstärkste im Konzern. Mit einem Erlösanteil von 14% (TEUR 21.424) war dieses Segment für 38% des Konzern-EBITs verantwortlich. Die Positionierung als hochspezialisierter Nischenplayer mit einem nur schwer substituierbaren Produktportfolio erlaubt überdurchschnittliche Ertragsmargen. Das Segment-EBITDA von TEUR 3.934 entspricht einer EBITDA-Marge von 18,4%. Das Segment-EBIT betrug TEUR 3.150 (EBIT-Marge: 14,7%), das Segment-EBT belief sich auf TEUR 2.926 (EBT-Marge: 13,7%). Für das laufende Geschäftsjahr ist mit einer anhaltend positiven Ertragssituation in diesem Segment zu rechnen.
Im Segment Sonstige Beteiligungen werden die Aktivitäten der HTI Holding sowie der ProRegio Mittelstandsfinanzierungs AG, die ab 1. Juli 2007 erstkonsolidiert wurde, zusammengefasst und verbucht. Da ProRegio überwiegend Minderheitsbeteiligungen hält, wirkt sich die Konsolidierung vor allem auf das Finanzergebnis des Konzerns aus. Das Vorsteuerergebnis in Höhe von TEUR -2.178 ergibt sich nach Addition des Segment-Finanzergebnisses von TEUR -2.059 (beinhaltet primär die Finanzierungsaktivitäten der Holding) mit den sonstigen Aufwendungen.
Ausblick 2008:
Fortsetzung der auf die drei Industriesegmente fokussierten Akquisitionsstrategie und konsequente Ertragssteigerung
Bereits im Dezember 2007 gab die HTI High Tech Industries AG weitere Akquisitionen bekannt. Die ProRegio beteiligte sich mit 10% an der Carbo Tech Composites GmbH, einem innovativen Anbieter von Kohlefaserverbundteilen. Ende Jänner 2008 erfolgte das Closing der Kaufverträge mit der HAT Skinline GmbH, einem Kärntner Spezialisten für die Entwicklung und Bearbeitung von Kunststofffolien. Am 20. März 2008 erfolgte das Closing der vollständigen Übernahme der Unternehmensgruppe Theysohn, ein führender Hersteller von Anlagen zur Erzeugung von Kunststoffprofilen durch Extrusion.
Im Geschäftsjahr 2008 ist die HTI AG mit herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (steigende Rohstoffpreise, nachlassende Konjunkturdynamik, anhaltender Kostendruck seitens der Abnehmer) konfrontiert. Dennoch sieht der Vorstand ausgezeichnete Chancen, den profitablen Wachstumskurs aus einer Kombination von Umsatz- und Ergebnisanstieg fortzusetzen. Wesentliche Eckpfeiler dafür sind der modernisierte Produktionsstandort in Vráble/Slowakei, das vor kurzem gegründete operative Tochterunternehmen für Formenbau in Brasov/Rumänien, der Ausbau dieses Unternehmens um den Bereich Kunststoff-Spritzguss sowie der für Mitte 2008 geplante Abschluss der Standortzusammenlegung im Segment Metallverarbeitung in St. Marien. Durch organisches Wachstum sowie durch weitere Akquisitionen – gegenwärtig prüft das Management mehrere Targets – soll der Konzernumsatz im Jahr 2008 auf zirka EUR 200 Mio. steigen, begleitet von einer erfreulichen EBIT-Marge.
| Kennzahlen der HTI Gruppe nach IFRS | 2007 | 2006 | Veränderung in % | |
| Umsatzerlöse gesamt | TEUR | 151.645 | 78.725 | 92,63% |
| Segment Kunststoffverarbeitung | TEUR | 71.137 | 78.725 | -9,64% |
| Segment Metallverarbeitung | TEUR | 60.532 | 0 | |
| Segment Maschinenbau | TEUR | 21.424 | 0 | |
| EBITDA | TEUR | 17.736 | 8.794 | 101,68% |
| EBIT | TEUR | 8.031 | 2.119 | 279,00% |
| EBT | TEUR | 2.804 | 304 | 822,37% |
| Konzernergebnis | TEUR | 2.802 | 111 | 2.424,32% |
| EBITDA-Marge | % | 11,7% | 11,2% | 4,46% |
| EBIT-Marge | % | 5,3% | 2,7% | 96,30% |
| EBT-Marge | % | 1,8% | 0,4% | 350,00% |
| Konzernergebnis-Marge | % | 1,8% | 0,1% | 1.700,00% |
| Ergebnis je Aktie | EUR | 0,22 | 0,01 | 2.100,00% |
| Bilanzsumme | TEUR | 194.773 | 101.821 | 91,29% |
| Eigenkapital | TEUR | 46.243 | 31.177 | 48,32% |
| Eigenmittelquote | % | 23,7% | 30,6% | -22,55% |
| Gearing | % | 140,0% | 75,0% | 86,66% |
| Investitionen ins SAV und immaterielle AV | TEUR | 22.163 | 8.059 | 175,01% |
| Abschreibungen | TEUR | 9.705 | 6.675 | 45,39% |
| Cash Flow aus den Ergebnis | TEUR | 11.653 | 7.102 | 64,08% |
| Operativer Cash Flow | TEUR | 4.630 | -88 | 5.361,36% |
| Anzahl der Mitarbeiter im Durchschnitt | Anzahl | 1.111 | 669 | 66,07% |
| Umsatz je Mitarbeiter | TEUR | 136 | 118 | 15,99% |
